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... von Traurigkeit über diesen stummen Zeugen der Vergangenheit, zugleich aber auch etwas Feierliches. Schade, dass von der Einmaligkeit dieser Sammlung, die ja gerade in der schieren Menge von gleichartig verrotteten Fahrzeugen liegt, nicht viel übrig bleiben wird. Insgesamt erlösten die sleeping beauties 25,15 Millionen Euro. Den Rekord erzielte, wenig überraschend, der 1961er Ferrari von Alain Delon, der nicht nur den Auktionsrekord der Sammlung Baillon erzielte, sondern den höchsten Zuschlag in der Geschichte von Artcurial und den höchsten je für einen California Spider bezahlten Preis. Dagegen war der 1956er Maserati A6G 2000 Gran Sport Berlinetta Frua mit 2 Millionen (inkl. Aufgeld) vergleichsweise günstig, obwohl er damit auch der bislang teuerste seiner Art war. Erstaunlich dagegen die 1,7 Mio (inkl. Aufgeld) für die Fragmente eines 1949er Talbot-Lago T26 Grand Sport SWB mit den Resten einer Saoutchik-Karosserie. Angesichts solcher Ergebnisse fragt man sich, wohin der Wahn zum Scheunenfund noch führen soll. Wird es bald Derestaurierungs-Betriebe geben, die dann aus herrlichen, restaurierten Fahrzeugen für teures Geld »authentische Scheunenfunde« machen, ähnlich den Patinierungen, die in letzter Zeit so in Mode gekommen sind? Ich denke jedenfalls, ich fahre meinen 19 Jahre alten, rostigen Benz noch eine Weile und lasse ihn ...