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... Grossmann stellte seine Beobachtungen in einem Lehrforst der Hochschule für Bodenkultur an, der rund 1000 ha misst, sich an der Grenze von Nieder- österreich und dem Burgenland im Rosaliengebirge auf Höhen zwischen 300 und 700 m befindet, 80 km südlich Wiens und 20 km südlich von Wiener Neustadt (35 000 Einwohner) liegt. An der tiefsten und der höchsten Stelle sind Türme zur Messung der Schadstoffe angebracht, die auf die Ozon-Messung in verschiedenen Höhen der Bäume speziell abgestimmt sind. In diesem Lehrforst sind nur 22% der Fichten und 15 % der Tannen gesund, während Lärchen zu 82 % und Buchen zu 55 % gesund sind. Bei der Kiefer ist die Situation so schlimm wie bei der Tanne. Doch Dr. Grossmann musste feststellen, dass unmöglich NOX oder SO2 die Schuld an diesem Baumunglück haben können. Ihre Immissionswerte sind so gering, dass sie nicht einmal im Effekt des Zusammenwirkens (Synergismus) von Bedeutung sein können. Andere primäre Schadgase können nicht festgestellt werden. Der Boden ist gut. Absolute Spitzenwerte gibt es hingegen beim Ozon. Diese Werte sind so hoch, dass Schä- den an vielen Baumarten zu erwarten sind. Doch da stutzte Grossmann: Tannen haben in Versuchen viel höhere Ozon-Beatmungen ohne Schaden ausgehalten. Hier waren sie kaputt. Es musste noch ein anderer Faktor mitbestimmend sein: Mit Hilfe von Rechenmodellen und ...