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... Ehrgeizlinge konnte man auch nicht brauchen. Während etwa der Bundeshaushalt von 1980 bis 1990 um 36,5 Prozent stieg, stagnierte der Verkehrs haushalt allen Teuerungen zum Trotz mit mageren plus 3,1 Pro zent. Die Finanzplanung bis 1994 sieht gar vor, eine weitere Milliarde Mark pro Jahr einzu sparen und damit den Stand von 1985 zu unterbieten. Gerade jetzt aber scheint Kanzler Kohl die Wertigkeit des Verkehrs erkannt zu ha ben. Ersetzte das pragmatische Jungtalent Günther Krause an die Deichsel, das seine Qualitä ten bei der Coproduktion der Einigungsverträge als Partner von Innenminister Wolfgang Schäuble bewies. Und der Bau ingenieur aus Mecklenburg steht auch vor der Aufgabe, für geschätzte 130 Milliarden Mark die verrotteten Straßen und Verkehrssysteme in der ehema ligen DDR auf den Stand der Zeit zu bringen. Dazu wird sich die Zahl der Autos von heute 36 Millionen auf 40 Millionen im Jahr 1995 erhöhen. Und das bei einem Schrumpfetat ohne Investi Zeitzeichen? Neue Verkehrsminister Krause und Schäuble tionsreserven? Krause wird schnell mit den Argumenten, fließender Verkehr sei auch ein Stück Umweltentlastung und sanierte, leistungsfähige Stra ßen seien ein erhebliches Stück Verkehrssicherheit, an Theo Waigels Auszahl-Schalter ste hen. Der Kabinetts-Youngster darf sich das gebrochene Kreuz seiner Vorgänger nicht leisten. ...