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... Institutionen im Centre Pompidou in Paris oder im Museum of Modern Art in New York wurden. Diese erste wichtige Station währte allerdings nur kurz, denn 1954 musste Bracq seinen Wehrdienst bei der französischen Armee leisten. Drei lange Jahre, die seinen erwachenden Esprit unterbrachen, aber gewiss nicht dämpften. Noch heute, mit achtzig Jahren, lässt Bracq seinem Temperament freien Lauf, wenn er betont: »Ich bin Carossier, ein Karosserie-Gestalter! Ich kämpfe für die Kunst der Karosserie-Gestaltung!« Eine ebenso klare Antwort gibt der Maître Carossier auf die Frage, wer denn nun das legendäre Pagodendach des Mercedes- Benz 230 SL erfunden hat – eine Frage, die er schon viel zu oft gehört hat, die ihm dieses eigenartige Unbehagen bereitet. Doch vielleicht kokettiert er nur ein wenig mit seiner eigenen unantastbaren Vita, wenn er sagt: »Es war eine Teamarbeit von Karl Wilfert als Chef des Bereichs Fahrzeugkonstruktion und Vorentwicklung, Béla Barényi als Vordenker und mir. Doch die ursprüngliche Idee stammt von Barényi. Als ich im Jahr 1957 nach meinem Militärdienst zu Mercedes-Benz kam, arbeitete ich bei Béla Barényi in der Fahrzeug-Vorentwicklung. Meine erste Aufgabe bestand darin, das Design einer von Barényi mit identischen vorderen und hinteren Kotflügeln symmetrisch gestalteten Studie zu verfeinern. Es gab bis dahin nur Handskizzen von Barényi.« ...