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... Sie folgen dem Libretto eines kleinen Schauspiels, das Tausende von Malen über die Lebensbühne gegangen ist und noch gehen wird. Erster Akt. Er und sie besprechen sich über den Kauf eines Autos. Die Mittel genügen gerade. Schon viele, viele Male hatten sie darüber diskutiert, aber heute abend ist es soweit. Er sieht sich schon am Führersitz und wird ihn nur verlassen, um seinen neuen Schatz zu bewundern oder um ihn seinen Freunden vorzuführen. Sie lässt inzwischen all die vielen Möglichkeiten vor ihrem Auge vorbeiziehen, die ihnen das Auto eröffnen wird. Welche Annehmlichkeiten für die täglichen Besorgungen, welch ausgefüllte Weekends! Wie wird man dank des Autos Einsparungen machen können, und die Urlaubswochen werden wirkliche Ferien! Zweiter Akt. Die Stunde der Entscheidung hat geschlagen. Der Fussboden der Wohnung ist mit Prospekten und Fachzeitschriften übersät. Vergeblich versucht sie, Ordnung in diese anziehende Literatur zu bringen; sobald er von der Arbeit zurückkehrt, durchwühlt er die Haufen von neuem. Wenn er sie zum hundertstenmal auswendig gelernt hat, so hält er ihr seinen Vortrag voller technischer Erklärungen. Sie lässt sich von seiner Rede nicht täuschen, denn sie weiss, dass er im Grunde nur mit sich selbst spricht. Darum hört sie ihm gar nicht zu, sondern bereitet in Gedanken den morgigen Tag vor. In der Wahl des Autos vertraut sie ihm bis ...