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... später — schon sind wir unversehens auf 1500 Meter angelangt — ist da« Bild vollkommen verändert. Die Gebirgslandschaft wird offener, zwischen Tannenwäldern und Schneekuppen sind Klöster und Hotels eingebettet: Frankreichs Wintersportparadies von Font Romeau und Bourg Madame ist erreicht. Bald hatte für uns auch diese Touristenherrlichkeit — sowohl der glatten Straßen und sanften ausgebauten Serpentinen als auch der Bars, Restaurants und Servicestations ein jähes Ende. Etwas plötzlich waren wir hinter einer Kurve an einem rohen Schlagbaum neben einem Zoll häuschen gelandet und verfolgen nun mit Neugier und Sorge die Miene des französischen Gendarmen, als er unsere Pässe, die kein „Andorra visum“ eingestempelt haben, betrachtet. Denn, wie wir jetzt erfuhren, hätten wir deren gleich zwei, eines vom französischen Kommissär von Perpignan, das andere vom spanischen Erzbischof von Urjel, den beiden „Patronen“ oder Schutzmächten der kleinen Zwergrepublik in den Pyre näen benötigt. Doch der Franzose läßt mit sich reden. Der Schweizer Paß meiner Begleiterin macht ihm weniger Kopfzerbrechen als mein österreichischer. Zu zweit marschieren wir also hinüber zu seinen Kol legen auf der „anderen Seite“. Die französischen Andorrazöllner sind im Nu umgestimmt, nicht so schnell zwei barfüßige spanische, die un glücklicherweise in meinem Paß ein paar russische Lettern ...