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... avanciert. Doch kaum ist der G 500 ein paar Monate auf dem Markt, muss er sich dem G 55 AMG beugen, denn pünktlich zum zwanzigsten G-Jubiläum schickt der Edel-Tuner Anfang 1999 seine 354 PS starke Interpretation der G-Klasse auf die Straße. Der 5,5 Liter große V8-Dreiventiler beschleunigt den knapp zweieinhalb Tonnen schweren Koloss in gut sieben Sekunden auf Tempo Hundert und bringt den G trotz seines Cw-Wertes einer Schrankwand auf 209 km/h, womit der AMG 55 das erste G-Klasse-Modell ist, das die Schallmauer von 200 Stundenkilometern durchbricht. Den Mercedes G 55 AMG braucht kein Mensch: Er ist mit einem Basispreis von knapp 180.000 Mark sündhaft teuer, stößt in Leistungskategorien vor, die jenseits der Vorstellungskraft jedes Bußgeldkataloges liegen und er vernichtet dabei Sprit, als wären die Ressourcen unerschöpflich – bis zu 30 Liter bei vollem Leistungseinsatz sind möglich. Doch genau diese Eigenschaften machen ihn zu einem Traumauto: Der V8-Zylinder erwacht mit einem tiefen Blubbern zum Leben, den ersten zögerlichen Gasstoß beantwortet er mit jenem heiseren Fauchen, das nur diese Motorenkonstruktion zustande bringt. Und mit steigender Drehzahl wandelt sich der Sound des drehfreudigen Triebwerks zu einem süchtig machenden Stakkato. Obwohl Leistung jederzeit im Überfluss zur Verfügung steht, ist man mit dem G 55 AMG nicht ...