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... Humor, von Ernst und Leichtfertigkeit, das auch den heutigen Maler ansprechen kann. In erster Linie fühlt sich zwar in der Tat der Illustrator angezogen, kann er doch den Kern des Geschehens besser wiedergeben als die Platte oder der Film, vor denen das Ereignis in triviale Details zerfasert. Ohne dass der Maler-Journalist auf das moritatenhafte Niveau älterer Sonntagsillustrierten aus Italien sinkt, kann er doch die Quintessenz eines Ereignisses wahrer darstellen als die Linse. Seit den ersten Autorennen waren Stift und Pinsel von ihnen gefangen. Ende des 19. Jahrhunderts schufen Kupferstecher und Radierer die ersten Zeichnungen, auf denen die Fahrer die spitzen Enden ihrer gedrechselten Schnurrbarte im Wind zittern Hessen und die Frauen mit rundlichem Doppelkinn den Illustrationen zu Guy de Maupassants Maison Tellier entstiegen schienen. In der Zeit des beginnenden Jugendstils wollten sich auch die Rennwagen girlandengleich, über die pastellfahlen Strassen winden. Später herrschten die dramatischen Skizzen der Berliner Illustrierten vor, aber der eigentliche Höhepunkt dieser Epoche waren die sprechenden Bilder der beiden Engländer Gordon Crosby und Brian de Grineau. Hier geht es um anderes. Die drei reproduzierten Rennszenen aus der Nachkriegszeit stammen von drei völlig verschiedenen Künstlern, die in erster Linie Maler sind. Sfeigen Giorgio Guglielmetti Eine ...