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... Anforderungen nicht erfüllen kann. Und zum anderen ist es natürlich der innovative Wankelmotor, der hinter der Passagierkabine in den Prototypen kreiselt. Sowohl Zuverlässigkeit als auch das Abgasverhalten, das in dieser Zeit in den USA gerade ein wichtiges Thema wird, bekommen die Mercedes- Motorenentwickler prinzipbedingt nicht in den Griff. Zwar leistet der Dreischeiben-Wankelmotor des Typs C111-I schon 280 PS und die Vierscheiben- Version des C111-II von 1970 brachte es sogar auf sagenhafte 350 PS, was die damals unglaubliche Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h ermöglichte. Aber die konstruktiven Schwachstellen des Wankel- Motors lassen sich nicht beseitigen. Mercedes Motorenchef Dr. Kurt Obländer stellt fest: »Unser Vierscheiben-Motor mit Benzineinspritzung war das erreichbare Optimum dieses Triebwerkkonzeptes. Die Mehrscheiben-Ausführung verlangte zwingend den Umfangeinlass für Ansaugluftund Abgaskanäle. Die schwierigen Probleme der Motorkühlung und der Motormechanik konnten wir technisch lösen. Das Hauptproblem des Konzepts, der schlechte thermodynamische Wirkungsgrad, blieb jedoch.« Also wird das Antriebskonzept zu den Akten gelegt. Und mit ihm 1971 definitiv alle Pläne, das Auto in Serie zu bauen – sofern es die jemals gegeben haben sollte. Im Heck unseres Exemplars werkelt statt des originalen Wankels ein 3,5-Liter V8 mit ...