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... Festungsbauten zur Abwehr gegen die Türken schuf. Trotzdem eroberte 1521 Soliman II. Belgrad und hundertundsechzig Jahre hauste dort der Türkensäbel. Nur Kurfürst Maximilian von Bayern war es vergönnt, vorübergehend die Stadt zu erobern, 6. September 1688, bis nach Wiederbesitznahme durch die Türken Prinz Eugen am 12. August 1717 Beigerad den Österreichern eroberte. Ihnen verdankt die Stadt ihre Gründung des Handelund Hafenplatzes. Die verlorene Schlacht bei Krotzka und der Belgrader Friede 1739, späterhin der türkisch-österreichische Krieg (1788—91), ließen Belgrad wiederum an die Türkei zurückfallen, bis der Serbenaufstand 1806 die Besatzung zur Übergabe zwang und Belgrad serbischer Regierungssitz wurde. Noch einige Male standen die türkischen Fahnen vor und in der Stadt (Bukarester Friede 1812) und erst das Jahr 1867 überließ Belgrad dauernd den Serben, bis das blutige Morgenrot des Weltkrieges über der Donau flammte. Und doch, Belgrad ist eine jener glücklichen Städte, die in ihrer prächtigen Lage, von dem Hauche geschichtlicher Erhabenheit umweht, immerfort unsere Sinne und Gedanken fesseln wird, aufragend wie ein Fels in der Brandung der Völker. Orient und Okzident berühren sich vor Belgrads spiegelnden Wassern, und wie zwei Säulen zwischen Belgrads Geschichte und Geschick stehen jene Tage, in denen zwei deutsche Kaiser Heerschau ...