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... von 300 Mio pro Winter. Anlass genug, allzu wacker Gegensteuer zu geben und sich der «natürlichen» Rutschverhinderer Sand und Splitt zu erinnern. Ganz wohl dabei war es den zuständigen Dienststellen allerdings nicht: Nur zu gut wussten die Spezialisten des Winterdiensts um die Fragwürdigkeit der «Naturmethoden». Flugs wurde die Hinweistafel «eingeschränkter Winterdienst» kreiert, um einerseits die Fahrzeuglenker vor möglichen Rutschpartien zu warnen und anderseits den Gemeinwesen einen Notausgang aus der Werkhafrungsfallefreizuhalten. Zwar wartete das damalige Bundesamt für Umweltschutz mit Fakten und Zahlen auf und relativierte die Salzhysterie. Mit mässigem Erfolg: Parlamentarier und Magistraten waren auf ihrem Antisalztrip nicht mehr zu halten und schlitterten nur knapp an einem totalen Salzverbot vorbei. Die aus dem Jahr 1986 stammende Stoffverordnung legt davon Zeugnis ab. MITTLERWEILE haben Untersuchungen und praktische Erfahrungen gezeigt, dass das geächtete Natriumchlorid nicht nur viel ökologischer ist als Splitt und Sand, sondern vor allem punkto Sicherheit und Wirtschaftlichkeit die Nase weit vorne hat. Der Zeitpunkt für eine grundlegende Praxisänderung ist somit gekommen, und sie wurde vielerorts - so in Zürich, Bern und Chur - auch bereits vorgenommen. Zu Diskussionen Anlass gibt heute eigentlichnur noch der Salzeinsatz auf ...