Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... können? Bisher verlief die Saison für ihn positiv: drei Siege in den WM-Läufen, dann aber zwei Ausfälle. Nach dem Start beobachtet der alte Rennfuchs zwei Runden lang die beiden Ferrari-Konkurrenten, bevor er sich an die Spitze setzt und die beiden immer weiter distanziert. Bis auf eine halbe Minute. Schon droht Monotonie: Wer sollte ihm – nach 1954 (Mercedes) und 1956 (Ferrari) – den dritten GP-Sieg auf dieser Strecke noch streitig machen? Da plötzlich, am Ende des 12. Durchgangs, die Überraschung: Fangio fährt an die Box. Ist sein Wagen nicht mehr in Ordnung? Schnell wird klar, das ist eingeplant, zum Tanken und Wechseln der Hinterreifen. Dabei gilt seit Jahren die Faustregel: kein Stopp – wer tankt verliert. Zu allem Überfluss vertun die Maserati-Monteure weit mehr Zeit als vorgesehen. Als Fangio zurück auf die Strecke kommt, hat er nicht nur seinen Vorsprung verloren, sondern liegt sogar 45 Sekunden zurück: in einem Grand Prix mehr als eine Ewigkeit. In den beiden nächsten Runden ändert sich daran nichts. Die Ferrari-Box glaubt den Sieg schon gesichert und signalisiert ihren Spitzenreitern: Nur noch Tempo halten! Hawthorn und Collins wechseln sich locker in der Führung ab und vereinbaren per Handzeichen, wer gewinnen soll. Aber dann gibt ‚il Maestro‘ seinem Wagen die Sporen. Er driftet bis an die Grasnarbe und lässt das Gas stehen, wo man es ...