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... beitgeber - auch nichtindu strielle - eint und sich um sozialpolitische Fragen wie Mitbestimmung und Vermö gensbildung kümmert, ist im BDI die industrielle Un ternehmerschaft vertreten, die in Bonn versucht, wirtschaftsund konjunkturpoli tische Probleme in ihrem Sinne zu beeinflussen. Daß ausgerechnet ein Mana ger aus der Automobilindu strie zum Boß beider Ver bände und damit zum mäch- Der äußere Eindruck täuscht. Der 61jährige Hanns Martin Schleyer, Doktor der Rechte, Vor standsmitglied bei Daimler- Benz und Präsident der Bun desvereinigung der Deut schen Arbeitgeberverbände (BDA), sieht zwar so aus, formulierte einmal die Ge werkschaftszeitung „Welt der Arbeit", wie der „kapita listische Gottseibeiuns“ per sönlich. Doch - das mußte das SPD-nahe Blatt dem CDU-Mitglied Schleyer be stätigen - in Wirklichkeit ist er ganz anders. In der Tat zollen die meisten Widersacher aus dem Arbeit nehmerlager ihrem Gegner von der Unternehmerseite Schleyer wegen seiner zwar kompromißlosen, aber stets fairen Verhandlungsführung Respekt. Und mit dem IG- Metall-Funktionär Willi Blei cher, der zu Beginn der 60er Jahre bei Lohnrunden in Baden-Württemberg ver suchte, Schleyer mit immer neuen Raffinessen auszu tricksen (beispielsweise 1963 mit Schwerpunktstreiks), ist er privat befreundet. Seit drei Jahren leitet der von Freund und Feind ...