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... werden. An dieser Veranstaltung war auch die Schweiz mit Prof. Dr. P. Schläpfer und F. Hostettler von der SGSM (Schweiz. Gesellschaft für das Studium der Motorbrennstoffe) vertreten. Zwar galten diese Versuche vor allem der Prüfung von mit Holzgas betriebenen Fahrzeugen, doch wurden auch Gemische aus Braunkohleteerdestillat mit Rohspiritus und Methanol erprobt - Produkte, wie sie in modernen Ottomotoren kaum mehr verwendet würden. In der Folge beschäftigte sich in der Schweiz von 1936 bis 1939 vor allem die Eidg. Materialprüfungsanstalt EMPA (Dr. M. Brunner) eingehend mit der motorischen Verwendung von in der Regel wasserfreiem Äthanol (Äthylalkohol) im Gemisch mit Autobenzin (vgl. Bericht Nr. 4/ I939 der SGSM, «Versuche mit Alkoholgemischkraftstoffen*). Aus dieser Studie ging bereits eindeutig die vorzügliche Eignung des entwässerten Äthanols als leistungsfähige und klopffeste Mischtreibstoffkomponente hervor; sie wies aber auch auf gravierende Schwächen bei der Verwendung wasserhaltigen, z. B. nur 95volumenprozentigen Äthanols hin; diese äusserten sich in ungenü- gendem Feuchtigkeitsaufnahmevermögen bzw. Kälteverhalten und ausgesprochener Korrosivität gegenüber ungeschütztem Eisen, vor allem aber auch Zinkspntzguss (z. B. Vergaser und Benzinpumpe). Praktische Versuchsfahrten führte Ende I940 mit gutem Erfolg auch unsere Armee durch. ...