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... gebaut? Weshalb ist in den Agglomerationen noch wenig vorhanden (allerdings mehr, als manche Kritiker wahrhaben wollen)? Die Antwort fällt leicht. Strassenbau — und zwar mit Pickel und Schaufel — wurde noch 1945 als Arbeitsbeschaffungsreserve für die erwartete Wirtschaftskrise angesehen, die nicht eintreten sollte. So begann der Autobahnbau erst, als etwas anderes gekommen war- Die Autolawine. Die Planer verschätzten sich. Heute zirkulieren auf den zu spät in Angriff genommenen Strassen soviele Autos, wie man für ein Jahrzehnt später erwartete. Der Grund: Statt der Krise stellte sich ein unerwarteter Aufschwung der Kaufkraft der bisher nicht motorisierten Bevölkerungskreise ein. Geht es so weiter? Wahrscheinlich nicht, und zwar aus drei Gründen. Einmal ist der Motorisierungsdichte eine obere Grenze gesetzt. Heute erkennen wir, dass für die Schweiz nicht die Einwohnerzahl, sondern die Verkehrsfläche die Grenze darstellt. In den Zeiten des Stossverkehrs ist sie in den Agglomerationen (bei Fussball-Cupfinals auch über Land) oft erreicht oder überschritten. Ferner gibt es kein andauerndes Wachstum der Wirtschaft, wenigstens nicht über lange Zeiten. Die Verkehrsbedürfnisse sind heute annähernd erfüllt. Und schliesslich ist die Auto-Euphorie der Neumotorisierten eine vorübergehende Erscheinung. Wer gewohnt ist, mit dem Auto zu leben (manche ...