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... doch etwas mehr erreichen könnten, wenn wir in psychologischer Hinsicht selbstkritischer, sachlicher und vor allem folgerichtig darum bemüht wären, gewohnte Auffassungen zu revidieren und neue Gesichtspunkte zu gewinnen. Aus der Vielfalt der Probleme möchten wir heute zwei besonders herausgreifen: 1. Wie steht es um die praktische Wirkung1 der Pressekampagne gegen den Verkehrsunfall, um Manifeste, Aufrufe, Ermahnungen usw.? Eine seit längerer Zeit durchgeführte persönliche Befragung aller Altersstufen und Berufe beiderlei Geschlechts, bei Fussgängern, Velofahrern und Motorfahrzeugführern, zeigt eine weitverbreitete Uebersättigung, die auf die ständige Wiederholung zurückgeführt wird. Ist dieses Ergebnis nicht ernst zu nehmen? Sicher wissen die interessierten Kreise um diese Erscheinung. Aber die Konsequenzen daraus sind bisher nicht gezogen worden. Dies lässt sich wohl nur damit erklären, dass sich bisher vermutlich noch niemand darüber Rechenschaft abgelegt hat, dass offenbar eine Art Reklamepsychologie unbesehen in das Gebiet der Unfallbekämpfung hineingetragen worden ist. Es handelt sich um das erwähnte Prinzip der ständigen Wiederholung — des «Einhämmerns» — als Voraussetzung einer schliesslichen suggestiven Wirkung. Nun ist es aber ein gewaltiger Unterschied, ob es darum geht, mit Superlativen Lustgefühle zu erregen und dadurch z. B. das ...