Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... durchs Maul. Das so ausgelöste Glücksgefühl beeinträchtigt das klare Denken. So geschah es auch vor den Volksabstimmungen über die Neat-Eisenbahntunnel, die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (FinöV) und die Einführung einer leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Die beiden Neat-Linien ermöglichen den SBB einen qualitativen Quantensprung, die Tunnel kosten - sohiessesnur etwas mehr als 13 Milliarden Franken, und diese Kosten werden dank LSVA zum grössten Teil erst noch vom Lastwagenverkehr übernommen. Alles paletti! Auch der LSVA wurde eine erfreuliche Wirkung prophezeit. Denn dank ihr werde es gelingen, den allseits ungeliebtenGüterverkehr von der Strasse auf die Schienen zu zwingen. Hurra, keine lästigen Lastwagen mehr auf den Autobahnen - das darf uns was kosten! Nun, kosten tut die LSVA uns alle etwas, und zwar nicht wenig. Doch das mit ihr angepeilte grosse Ziel, nämlich die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, wurde bislangnicht erreicht Im Gegenteil: Wie unser Interview mit Hans-Peter Dreier des Transportund Logistikunternehmens Dreier AG, Suhr, auf Seite 43 zeigt, findet heute zwar eine Verlagerung statt, aber in die Gegenrichtung, nämlich von der Schiene auf die Strasse. Grund: Die Eisenbahnen sind (noch) nicht in der Lage, einen kombinierten Güterverkehr anzubieten, der leistungsfähig, preisgünstig ...