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... Von unserem Trio ist tatsächlich der S am stärksten, sagt mir Balboni später, was mich ein bisschen überrascht. Ich war immer davon ausgegangen, dass der SV hier den Ton angeben würde, aber nein. Wir fahren auf die gleiche Tankstelle, die Balboni zu seiner Zeit auch immer angefahren ist. Valentino geht mit mir um den SV herum, zeigt auf die für die breitere Spur ausgebuchteten Kotflügel und erwähnt außerdem, dass der Motor (immer noch der gleiche 4-Liter-V12) mehr auf Drehmoment als auf höchstmögliche Leistung ausgelegt ist. Damit lässt sich auf der Straße aus dem Miura am meisten rausholen. Ich lerne, dass der erste SV noch die berühmten Augenwimpern der ersten beiden Generationen hatte. Sie waren jedoch teuer in der Herstellung und schwierig in der Montage, also entschied Ferruccio Lamborghini, sie zukünftig wegzulassen. Andere Abweichungen sind weniger offensichtlich, aber zum Beispiel ist der SV schwerer. Warum? »Die ganz frühen Autos waren so leicht wie möglich, aber sie waren nicht steif genug. Die Struktur bewegte sich, denn die Wanne [Balboni spricht hier von der Einheit, die unverkleidet 1965 in Turin zu sehen war] war nur aus 0,8 mm starkem Stahl. Beim SV ist der Stahl 1,2 mm dick, er ist schwerer, aber eben auch viel steifer.« Wir wechseln wieder die Autos, dieses Mal sitze ich neben Balboni selbst im SV. Wieder ein olfaktorisches ...