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... ein ungenü- gend aufgepumpter Pneu leidet nicht allein unter diesen Stössen, die im allgemeinen ziemlich selten sind; er leidet insbesondere darunter, dass seine Leinwandeinlage gegenseitig aufeinander reiben, denn diese Reibung erzeugt eine enorme Erhitzung und eine frühzeitige Abnützung. Die Behauptung aber, dass ein Pneu sich um so mehr erhitze, je stärker er aufgepumpt sei, ist eine zweite Absurdität. Im Gegenteil: je stärker ein Pneumatik aufgepumpt ist, desto weniger erhitzt er sich. Um also auf die praktischen, sich hieraus ergebenden Schlüsse zu kommen, sei folgendes gesagt: Die Hinterradpneus eines Automobils, gleichgiltig, welches ihre Dimensionen und das Wagengewicht sein möge, dürfen bei Wagen mit Kettenübertragung niemals schwächer als auf 4 Atmosphären und für Kardanwagen niemals schwächer als auf 41/2 bis 5 Atmosphären aufgepumpt sein; 5 Atmosphären Druck können selbst für schwere Wagen als hinreichend gelten, 4 Atmosphären aber ist ein Minimum, unter das der Druck niemals sinken sollte. Der Unterschied unter Kardanund Kettenwagen rührt von dem nicht federnd aufgehängten Gewichte her, das der grösste Feind des Pneus ist und vor dem er sich zu hüten hat. Die halbe Atmosphäre Druck mehr ist die einzige Waffe, die uns dagegen zur Verfügung steht; wir dürfen sie darum nicht unbenutzt lassen, ohne den Reifen Schaden zuzufügen. Ich habe soeben gesagt, ...