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... Ehrgeiz in geord nete Bahnen zu lenken: „Was soll eigentlich der Geschwin digkeitskult?“, heißt es dort. „Seit der genialen Erfindung der Rallyestreifen und des Sportwagenlooks für Familien autos gibt es die Sportlichkeit als Mode. Hier die Mercedes- Benz Definition von Sportlich keit: zügiges, beherrschtes Fahren und kompromißlose Fairness. Alles andere ist un vernünftig und — genau be trachtet — unmännlich.“ Tatsächlich wird der Fahrer eines 350 SL kaum in Versu chung gebracht, sich übertrie ben sportlich aufzuführen. Denn der SL ist nicht nur ein leises, sondern auch ein weich gefedertes und komfortables Auto. Er ähnelt in seinem Fahr charakter sehr den Mercedes- Limousinen: Man kommt schnell vorwärts, ohne sich an zustrengen oder die Nerven zu strapazieren. Wer an ausge prägt sportliche Autos ge wöhnt ist, vermißt den direkten Kontakt mit dem Fahrzeug und der Straße, beim schnellen Kurvenfahren kommt man sich vor, als mute man dem Wagen zuviel zu. So hält man gefühls mäßig einigen Abstand von der Grenze. Es ist auch nicht sehr angenehm, den SL im Kurvengrenzbereich zu fahren, denn er untersteuert zunächst ziemlich ausgeprägt, kann aber dann plötzlich mit dem Heck herumkommen, besonders beim Gaswegnehmen in der Kurve. Es zeigt sich hier, daß die Schräglenkerachse in Ver bindung mit kurzem Radstand und langen Federwegen ...