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... der damaligen Zeit, die noch mit Trittbrettern, frei stehenden Kotflügeln und kantigen Karosserien glänzten. Doch Karl Schlör wollte Opel, Auto-Union oder Mercedes keine Konkurrenz machen. Sein Ziel war es, Wissen aus dem Flugzeugbau auf die Strasse zu bringen - zum Vorteil der Autofahrer. Denn sein Experimentalfahrzeug verbrauchte bis zu 40% weniger Benzin als ein damaliges Serienauto. Das schaffte Schlör einzig und allein durch Verringerung des Luftwiderstands. Auf diesem Gebiet kannte sich der damals 28-Jährige bestens aus, denn er war Ingenieur bei der Aerodynamischen Versuchsanstalt (AVA) in Göttingen, derenFachleute sich in erster Linie mit der Strömungsforschung für Luftschiffe und Flugzeuge beschäftigten. Doch spätestens seit derRekordfahrt von Rudolf Caracciola im Januar 1938 erkannte auch die Autobranche, wie wichtig stromlinienförmige Karosserien sind. DerRennfahrer war mit dem aerodynamisch optimiertenMercedes-Boliden W 12S auf der Autobahn von Frankfurt nach Darmstadt 436,893 km/h schnell - ein bis heute imgebrochener Strassenrekord. C w -WERT 0,15 Karl Schlörwollte aber keinen Rennwagen, sondern einen alltagstauglichen Familienwagenkonstruieren. Als Grundform für die Karosserie nahm er das Profil einer besonders strö- mungsgünstigen Flugzeugtragfläche, verwendete das Fahrgestell des Mercedes 170 H (Baureihe W 28) und ...