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... Holzscheibe, bedeckte ihn mit einem Leinenstreifen und pumpte den Pneu mit einer Fussballpumpe auf. Als Ventil benutzte er den Schnuller einer Babyflasche. Rollversuche zeigten die Überlegenheit des Luftreifens. Dunlop baute neue Hinterräder für das Dreirad. Als Reifenabdekkung nahm er Segeltuch. Am 28. Februar 1888 testete Sohn Johnny das neue Gefährt. Schon am nächsten Tag fuhr er seinen vollgummibereiften Kameraden auf und davon. Am 31. Oktober 1888 erhielt Dunlop das -Patent auf seinen Luftreifen. Ein Belfaster Fahrradhersteller nahm die Produktion von «Pneu-Rädern» sofort auf. Das Zweirad entwickelte sich zu einem Massenverkehrsmittel und erlebte einen ungeahnten Boom. Beim sportlichen Debüt des Pneus im Mai 1889 erkannte Harvey du Cros, Vizepräsident des irischen Radrennfahrerverbandes, die Chance der Erfindung. Dunlop verkaufte die Patentrechte an den Sportfunktionär und beteiligte sich an der neugegründeten Gesellschaft in Dublin. Das Unternehmen florierte: 1893 der Sprung auf den Kontinent nach Hanau, 1900 Gründung der Dunlop Rubber Company in Birmingham. Bereits 1894 hatte John Boyd Dunlop seine Anteile mit ansehnlichem Gewinn verkauft. Als vermögendem Mann blieb ihm das traurige Schicksal vieler Erfinder erspart. Ab 1895 fuhren die ersten Autos auf Luftreifen. So verhalf die Erfindung eines Tierarztes dem Auto aus den ...