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... rauben ihm da nicht den Schlaf. Versprochen hat er unter anderem, daß der 100 km/h- Versuch befristet bleibt und keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen eingeführt wird. Muß sich sein Nachfolger daran halten? Lauritzen, zunächst nur bis zu den Neuwahlen Verkehrsminister, braucht sich in so langfristigen Angelegenheiten nicht festzulegen. Und so hängt alles in der Luft. Die Verkehrs-Staatssekretäre Haar und Wittrock, erklärte Befürworter allgemeiner Geschwin digkeitsbegrenzungen, können unterdessen weiter an ihren Plänen basteln und sie dem nächsten Minister im geeigneten Moment auf den Tisch legen. Sie werden es tun — wenn man nicht die Parteien zwingt, sich in dieser Frage vor der Wahl festzulegen. Denn die Begrenzungen sind nur scheinbar eine Sachfrage, die den Staatssekretären überlassen werden kann. Sie sind vielmehr eine höchst politische Angelegenheit: Es geht darum, wieweit dem individuellen Verkehrsmittel Automobil in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Fesseln angelegt werden sollen. Leber war, nicht zuletzt wegen seines Engagements für den Straßenbau, in dieser Kernfrage noch ein gemäßigter Mann. Es kann weit, weit schlimmer kommen — wenn nicht jeder Wähler sich darüber klar ist, daß Verkehrspolitik Politik ist, die unmittelbar in sein künftiges Dasein eingreift. Es kommt also darauf an, sich die Kandidaten für ...