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... es ist nur aus respektvoller Entfernung zu betrachten. In diesem Fall ist das durchaus angemessen, denn der Wagen offenbart trotz seines abgebrühten und sturmerprobten Äußeren eine gewisse Verletzlichkeit. Die Karosse ist verbeult, mit Pockennarben übersät und abgewetzt. Auf ihr hat nicht das kleinste Fleckchen Lack überlebt. Die Türen hängen windschief in den Angeln; einiges deutet auf verpfuschte Reparaturen hin. Manche Scheiben sind nur noch Scherben, andere fehlen ganz. Die Räder passen nicht zum Rest. Der Kühlergrill lässt sich nur mit viel Phantasie und zugekniffenen Augen als solcher bezeichnen. Irgendwie berührt es einen aber auch, dass wohl einfach nichts Besseres da war, als das Original den Geist aufgab. Das Innenleben ist gleichermaßen ausgeleiert, von den aufgeschlitzten Polstern bis hin zum Armaturenbrett und seinen Instrumenten mit kyrillischen Buchstaben. Die Nadeln sind abgebrochen, Gehäuse gerissen oder ganz verschwunden. Überall hängen lose Kabel, Drähte oder sonstige Schnüre. Trotzdem verströmt die ganze kaputte alte Rostlaube eine ungeheure Aura und Schönheit. Fast wirkt das Chaos orchestriert, beinahe organisch gewachsen. Die Beschriftungen verraten, wo der Toyota seine späteren Jahre verbrachte. Und jeder, der die Sowjetunion vor 1989 erlebt hat, weiß, was das bedeutet. Die Wolga, Lada, Moskvitch und Pobieda waren wertvolles Gut ...