Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... um die Mittellage etwas zögerlich an - jedenfalls im Vergleich zum RS 4, der alltagstauglichen Inkarnation eines Renn-Tour enwagens. Sportliche Sitzposition in zu packenden Recaro-Schalen, spielfreie Mensch-Maschine-Schnittstellen, ge würzt durch die S-Taste am Lenkrad: Öffnende Extra-Auspuffklappen lassen den V8 furios ausatmen, die elektrisch verstellbaren Sitzwangen packen fes ter zu, die Drosselklappen schnappen noch zackiger. Der RS 4 scheint auf ei ner Briefmarke Pirouetten drehen zu können: ohne zickige Nervosität, über triebene Härte oder verwässernde Fil ter, dafür mit einer Konsequenz, die dem Mercedes in kurvigem Terrain und auf dem auto motor und sport-Fahrdynamikparcours keine Chance lässt. Egal ob auf der Bremse, in Kurvenein gang, -scheitel oder -ausgang - wo der RS 4 ist, ist vorn. Straff abgestimmte Dämpfer und die Dynamic Ride Con trol - eine definierte Ölströmung zwi schen den diagonal gegenüberliegen den Dämpfern - reduzieren Eintauchund Wankbewegungen. Im Gegenzug rollt der Audi herb ab, gestattet erst bei höherem Tempo einen einigermaßen bekömmlichen Komfort. Wer danach sucht, wird bei AMG etwas besser bedient. Für alle anderen gibt es nur einen Grund, sich jetzt kei ne RS 4 Limousine zuzulegen: näm lich den, auf den Avant zu warten. Der steigt wie das starke Cabrio erst im Sommer in den Ring. Text: Jörn Thomas ...