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... besitzen. Daß die Bodenwellen die Fahrer so zermürben, liegt am Reglement und seinen technischen Folgen, die auch im Renault-Formel 1 kom promißlos ausgenutzt werden. Weil eine Bodenfreiheit der Seitenteile von acht Zentime tern vorgeschrieben ist und der Zwischenraum zur Fahr bahn nur mit unbeweglichen Plastikschienen überbrückt werden darf, gingen die Tech niker einen wirksamen Um weg: Nach dem „wing car“- Prinzip, bei dem ein in den Seitenflächen untergebrachtes Flügelprofil für Unterdrück und damit einen Ansaug-Effekt sorgt, darf so wenig Luft wie möglich nach den Wagen seiten entweichen. Also müssen die Plastik-Sei tenteile stets so dicht wie ir gend möglich über der Stra ßenoberfläche sein. Weil aber Einund Ausfederwege die sem Bestreben entgegenwir ken, wird auf große Federung verzichtet. Gebeutelt werden durch diese Gangart die Rad- Aufhängungen und die Pilo ten. Renaults Formel 1 mit der Typenbezeichnung RE 30 B wiegt 595 Kilogramm, wäh rend das Reglement 580 Ki logramm genehmigt. „Aber mehr als fünf Kilo können wir wohl nicht mehr abspecken“, versichert Michel Tetu, 40, als Technischer Leiter bei Re nault-Sport verantwortlich für Konstruktion und Aufbau der Formel 1-Renner. 15 Kilogramm Übergewicht sind in der Formel 1 ein gi gantisches Maß. Trotz aller Tricks der Leichtbauweise schaffen es die Renault-Män ner aber ...