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... 1), so daß ein Befabren mit Fubrwerken dadurch unmöglich wurde. In dieser Weise war z. B. das Jentrum der Stadt, das toruin oivil.6, für den Fuhrverkehr gesperrt. Auch „Schutzwege für Fußgänger" gab es bereits im alten Pompeji. Sie setzen oft, wie unsere modernen Schutzwege an den vier Seiten einer Straßenkreuzung, die Fußwege fort (vgl. Abb. z). Aber diese Schutzwege dienten nicht zum Schütze gegen den Verkehr, sondern zum Schütze geg^n die Wassermassen, die sich bei starken Regenfällen in den tiefliegenden Fabrstraßen bildeten. Um den Fußgängern ein Überqueren der Straße zu erleichtern, wurden erhöhte Blöcke in der Form unserer „Verkehrsinseln", meist drei in einer Linie, in den Fahrdamm eingelassen, so daß dann die Fußgänger trockenen Fußes über den Fahrweg hinüberkommen konnten (vgl. Abb. 2). Auffallend ist auch die große Zahl der öffentlichen Brunnen. Die Ausstattung der Straßen war also in technischer und hygienischer Hinsicht eine vorzügliche und genügte den damaligen Verkehrsbedürfnissen vollkommen. Man muß immer bedenken, daß sich der Verkebr damals hauptsächlich zu Fuß abwickelte. Schwere Lastwagen durften außer in den ersten Morgenstunden nicht durck die Straßen fabren, ja das Fabrcn war überhaupt ungewöhnlich. Darum finden sich auch in keinem Hause Pompejis Stallungen, und es ist nur ein einziger Torweg mit Einfahrt aufgefunden worden. ...