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... Fahrzeug mit einem liegenden Einzylinder- Petrolmotor, Antrieb über Schubstange wie bei einer Dampflok. Die Schubstange wirkte direkt auf das Hinterrad, das deutlich kleiner war als das Vorderrad. Es war aus zwei Stahlblechen geformt. Die Gummireifen für das Hinterrad wurden speziell von der Firma Veith entwickelt. Die Hildebrandt & Wolfmüller wude in der Schweiz in Lizenz hergestellt, von der Société Suisse des Véhicules à moteur mit Sitz in Genf. Das erste Schweizer Motorrad wurde 1895 von Karl Bleidorn in Arbon konstruiert, an der Landesausstellung in Genf 1896 vorgestellt, aber nie in Serie gebaut. Das Patent und eine Foto sind erhalten, das Motorrad ist leider verloren. Es ähnelt der Hildebrand & Wolfmüller, weist aber sehr eigenständige Details auf. Zürcher & Lüthi aus St-Aubin verkauften ab 1899 geeignete Zedel-Motoren nach ganz Europa. Die Motorradmanufakturen schossen nun wie Pilze aus dem Boden. Die Gebrüder Dufaux aus Genf verdienten ein kleines Vermö- gen mit ihren Motosacoches («Motortaschen*), mit denen man, in einem Fahrradrahmen eingehängt, in wenigen Minuten ein Motorrad herbeizaubern konnte. Viertausend sollen sie innerhalb des Jahrzehnts nach 1904 verkauft haben. Wir haben eine reiche Geschichte dieses bescheidenen Fahrzeuges in der Zeit vor 1910. Wo finden wir die Reste dieser fantastischen Welt der Automobilität? ...