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... erreicht. Seine Tochter hat er mit dem Vicomte von Bourges verheiratet. Sein ältester Sohn ist Erzbischof von Bourges. «A vaillants cceurs rien impossible!» (Tapferen Herzen ist nichts unmöglich) — der Wahlspruch von Jacques Coeur, der noch heute über dem Portal seines Palais zu lesen ist, hat sich bewahrheitet. Aber gerade als seine Macht am stärksten erscheint, beginnt sein jäher Absturz, nicht minder phantastisch in seinem Ausmass als der völlig einmalige Aufstieg dieses ungewöhnlichen Mannes. Der Absturz. Zwei Günstlinge des Königs Karl VII., Chabannes de Dammartin und La Tremoille, verleumden ihn, während er im Auftrage des Königs in Lausanne Verhandlungen führt Als er zurückkehrt, ist er Angeklagter. Seine stärkste Fürsprecherin, Agnes Sorel, die Favoritin des Königs, war vor kurzem gestorben, und der schwache König, der Jacques Coeur unendlichen Dank schuldet, ganz in den Händen der gewissenlosen Widersacher dieses Mannes. Haltlose Verleumdungen wie die, er habe Agnes Sorel vergiften lassen, genügen, um Jacques Coeur dem Gefängnis zu überliefern. Sein Hab und Gut wird beschlagnahmt, der Hauptankläger zum Untersuchungsrichter bestellt. Zwei Jahre lang zieht sich der Prozess hin. Am 22. März 1453 stellt man ihn unter die Folter — und Jacques Coeur, unmenschlich gepeinigt, gesteht das, was seine Anklä- ger wollen. Die Strafe, die man ihm zuerkennt, ...