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... ihn mein Vater ge gen eine blaue Limousine tauschte. Ganz unterschwellig habe ich ihm mein Leben lang 'nachgeweint. Doch diese trau rigen vier Jahrzehnte sind nun vorüber: Ein offener 4/20er steht auf meinem Hof, und er gehört mir. Als ihn der Tünchermeister Gustav Hauck aus Eußerthal bei Landau/Pfalz im Jahre 1929 kaufte, war ich sieben Jahre alt. Das Luftschiff Graf Zeppelin kehrte von seiner ersten Weltreise heim (die 11 000 km lange Etappe Fried richshafen—Tokio hatte es in 100 Stunden und 52 Minuten bewältigt, Spitze 117 km/h), der britische Major Segrave stellte in Daytona Beach mit 372 km/h einen neuen Auto mobilweltrekord auf, die „Bre men“ errang das Blaue Band, das Flugschiff Do. X lief vom Stapel, der hunderttausend ste Austin Seven erblickte das Licht der Welt, und die Audi- Werke stellten verblüfft fest, daß ihr Wahrzeichen (eine Weltkugel mit einem Einser drauf) seit Jahren von einer italienischen Margarinefabrik benutzt wurde. Der Tünchermeister Hauck fuhr mit seinem neuen Opel zur Kundschaft, mein Vater fuhr mit unserem Opel in die Schweiz. Er hatte sich, gründ lich wie er heute noch ist, eine Schweizer Straßenkarte und einen Schweizer Touring- Führer besorgt. Diese Hallwag-Karte und diesen aller ersten Europa-Touring von Hallwag in Bern hat er bis heute aufbewahrt. Ich kaufte mir den fehlenden Opel dazu ...