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... wollen hier keine großen Worte machen. Aber der November scheint uns just der rechte Monat, um Ihnen etwas über die deutschen Soldatenfriedhöfe im Inund Ausland zu erzählen. Die liegen oft nur wenig abseits der großen Touristenstraßen und werden dennoch meist übersehen. Fahren Sie nicht vorbei, wenn Sie dieses Schild sehen Täglich bot sich den Einwohnern des französischen Vogesen- Ortes Pouxeux im Jahre 1946 das gleiche Schauspiel: Mit umgehängtem Gewehr holte ihr Pfarrer einen gefesselten deutschen Kriegsgefangenen aus dem nahegelegenen Lager ab und führte ihn finsteren Gesichts durch den Ort. Wenig spä- ter jedoch, außer Sichtweite der Leute, nahm der französische Gottesmann dem Deutschen — einem Herrgottschnitzer aus Füssen — die Fesseln ab und unterhielt sich freundschaftlich mit ihm. Ein gemeinsames Ziel hatte die beiden binnen kurzem zu heimlichen Freunden werden lassen: Der Herrgottschnitzer versuchte mit ein paar abgebrochenen Seitengewehren aus dem runden Stamm einer Föhre ein Hochkreuz mit Christusfigur zu schnitzen. Und der Pfarrer hatte ihn aus dem La- Einer der eigenartigsten deutschen Soldatenfriedhöfe ist die zweigeschossige Rundgruft von Montde-Huisnes in der Normandie. Im Hintergrund der berühmte Mont-St.-Michel. ger losgeeist, weil er insgeheim hoffte, mit dem Schnitzwerk des Kriegsgefangenen später seine kleine Kirche ...