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... Eine Inspektion dauert meist 4 st. Sie könnte in 30 Min. erledigt sein. „Checkup in 30 Min.“ wäre ein prädniger Slogan und keineswegs eine Utopie. Eine Inspektion kann sorgfältig, ge wissenhaft und mit sonstigen Vorzugsattributen durchgeführt werden, wenn man die Sache nach modernen und vernünftigen (rationellen!) Arbeitsver fahren anfaßt. Warum sollte eine Inspektion nicht im Taktverfahren ab laufen können. Warum richten die Großwerkstätten nicht eine besondere Inspektionsabteilung ein, an deren einem Ende die kränkelnden Wagen hinein und an deren anderem Ende die gesundgepflegten Wagen hinaus fahren. Allerdings verlangt das Inspektions-Schema dann einige kleine Änderungen: Es ist ein technisches Armutszeugnis, das sich unsere Autobauer selbst ausstellen, wenn sie glauben, daß man ihre Maschinen nicht mehr als 3000 km unbeaufsichtigt lassen dürfe. Man darf es in der Praxis wirklich, weil die Wagen besser sind, als man bei ihrer „Geburt“ glaubt. Dies auch, wenn man berücksichtigt, daß viele Sonntagsfahrer erst dann merken, daß ein Pleuel stampft, wenn der Motor schon die Beine durch das Kurbelgehäuse herausteckt. Es ist hier wohlgemerkt nicht vom Ölwechsel die Rede. Den kann man nicht auf 6000 km Strecke dehnen. Wohl aber die Reisezeiten von Kupplungsoder Bremseinstellung, Ventilspiel oder Spannung des Lüfter riemens. Zwar kann z. B. das Vcntilspiel ...