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... ist es nicht gelungen, das Provisorium auch auf das Jahr 1922 auszudehnen, und so sind die Verkehrsadern zum Kanton Graubünden wieder gänzlich abgeschnitten. Immerhin geht das Schauspiel weiter, dass sich die Talschaften um den Vorrang, das Automobil zu erhalten, streiten. Davos—Unterengadin—Tirol auf der einen, Chur—Lenz—Julier—Bergeil auf der anderen Seite usw. Es entbehrt nun nicht einer gewissen Tragikomik, die nachstehenden Ausführungen in der «Engadiner Post» zu lesen, wo unter dem Titel «Valutareisen der Schweizer ins Ausland» bitter Klage geführt wird: «Wer Geld hat, geht jetzt in die Ferien. Wohin die Fahrt? Valutaferien werden gemacht, über die wir letzten Sommer so viel geschimpft haben, weil keine Schweizer heraufkamen, sondern über den Rhein wanderten. Bald wird St. Moritz leer sein und die stille, tote Saison Regiment führen. Kannst aber nichts ausrichten. Alles Predigen hilft nichts, jeder wird jetzt nach seiner Fasson selig. Macht nur so weiter, bis uns alle noch der T oder der Betreibungsbeamte holt, die Fahrt dem Kranken Rettung bringen kann. Automobilfeinde jeder Art, die mit Rücksicht auf Naturschönheit, Strasse und eigenen Broterwerb bisher wuchtig gegen das Auto gestimmt haben, müssen zugeben, dass dasselbe Vehikel in diesem Falle nur nützlich ist und dass sie selber auch zufrieden sind, wenn ihnen einmal so rasch wie möglich Hilfe gebracht ...