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... was teuer und selten ist, und nur die Eliten konnten sich höchste Qualität und anspruchsvollste Technik leisten. Für diese «Eliten-Kultur» gibt es auch nach Generationen noch einen Weltmarkt mit entsprechenden Preisen. Massenware hingegen gerät bald in Vergessenheit, obwohl sie doch für die Lebensweise unserer Gesellschaft von ungleich grösserer Bedeutung ist als das, was die oberen Zehntausend benutzen. Für Oldtimer bestätigt der Besuch eines beliebigen Concours d’Elégance diese Theorie – auf dem Siegertreppchen landet immer nur der Luxus. Und doch finden sich zwischen all den Rolls Royce, Jaguar, Mercedes und Ferrari immer wieder perfekt erhaltene Oldtimer der ganz gewöhnlichen Unterund Mittelklasse. Allerdings zählt hier meist weniger der (kulturelle) Wert des Fahrzeuges als vielmehr die ganz private Emotion: der Vater oder der Onkel hatte so ein Auto, Erinnerungen aus der Kindheit werden wach, von diesem Rücksitz aus erblickte man erstmals das azurblaue Meer von Rimini… Da spielt es keine Rolle, dass der Wagen niemals für ein Vermö- gen wird verkauft werden können. Er wird trotzdem restauriert, und es wird Geld hineingesteckt – ungeachtet der Tatsache, dass die Totalrestauration eines Opel kaum günstiger kommt als die eines Mercedes. Ich finde diese Emotionen sympathisch und wichtig, auch wenn für unsere Enkel der Opel ...