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... Schell, die zusammen mit ihrem Mann Laury erstmals 1934 speziell vorbereitete Delahayes bei Rallyes eingesetzt hatte. Lucy war das einzige Kind des amerikanischen Multi-Millionärs irischer Abstammung Francis P O’Reilly und dessen französischer Braut Henrietta. 1896 in Paris geboren, bestritt sie in den 20erund frühen 30er-Jahren selbst Rennen auf BNC, Bugatti, Alfa Romeo und anderen Marken und erwies sich hierbei als erstklassige Fahrerin. 1936 erbte sie das Vermögen ihres Vaters und gründete die »Ecurie Bleue«, den allein von ihr finanzierten inoffiziellen Delahaye-Rennstall. Als Starfahrer verpflichtet wurde der gerade erst bei Talbot ausgeschiedene René Dreyfus. Derweil hatten bei Delahaye die Arbeiten am Millionen- Auto längst begonnen. Während der zweiten Jahreshälfte 1936 hatte Ingenieur Jean François mit der Entwicklung eines neuen 4,5 Liter-V12 mit 60 Grad-Zylinderbankwinkel begonnen – der erste V12 seit dem 1923 eingesetzten Delage 2 LCV Grand Prix- Rennwagen mit 105 PS aus zwei Litern Hubraum. Aus Gewichtsgründen wurde der Zylinderkopf in Aluminium und der Block aus Magnesium gefertigt – eine angesichts der damaligen Gusstechniken gewagte Entscheidung, die auch prompt zu Dichtigkeitsproblemen führte. Die Kurbelwelle des 268 Kilo schweren Motors lief in sieben Lagern; den komplexen Ventiltrieb steuerten gleich drei Nockenwellen. ...