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... kg und schuf ganz nebenbei einen weiteren Vorläufer der selbsttragenden Karosserie. Im Gegensatz zu modernen selbsttragenden Aufbauten besitzt der Lambda keinen integrierten Karosserieboden, sondern Holzbretter, und Vorderund Hinterräder ruhen in soliden Stahlrohren. Ab 1928 kehrte Lan cia wieder zur Fahrgestellbauweise zu rück, nachdem diese bereits ein Jahr zu vor wahlweise lieferbar war. Auch die damals üblichen Vorderradauf hängungen waren nicht nach Vincenzos Geschmack. Verständlich, denn die Vor derachsen an den Autos der zwanziger Jahre hatten eine verteufelte Ähnlichkeit mit denen von, sagen wir, 1904. Statt Eisenstange an Längsblattfedern ordnete er Schraubenfedern in senkrecht stehen den Hülsen an und erhielt so unabhängig gefederte Vorderräder, eine Konstruk tion, die mit Änderungen bis 1963 von Lancia beibehalten wurde. Der erste mit dieser Technik war Lancia freilich nicht: Sizaire-Naudin baute eine unabhängige Vorderradaufhängung bereits 1905, Decauville (beide Frankreich) gar schon 1899. Doch die Turiner waren die ersten, die Einzelradfederung vorn in die Groß serie einführten — vom Lambda wurden etwa 13 000 Exemplare gebaut. Eine weitere Besonderheit des Lambda ist sein kompakt gebauter V-Vierzylindermotor. Motorgehäuse, Ölwanne und Kol ben bestehen aus Leichtmetall, nur der Zylinderkopf und die Zylinderlaufbahnen sind ...