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... wurden. Aber leider waren und sind die wirklich uneigennützigen Berufsgenossen in der Minderheit. Es waren weniger die kleinen und mittleren Berufstransporteure als vielmehr die unfähigen Aussenseiter, die vielen Gewerbetreibenden und Kleinindustriellen, die über eigene Lastund Lieferwagen verfügten, die sich weder um Reglemente noch um Tarife kümmerten, die fuhren wie und was sie wollten, und deren Papiere meist hundertprozentig «in Ordnung » waren. Die verlockende Aussicht, wenn auch nicht mühelos, so doch rasch zu grossen Gewinnen zu kommen, trug nicht wenig zu der Desorganisation des franzö- sischen Strassenverkehrs bei. Auf Grund alter Transportbewilligungen, die natürlich längst hätten erneuert werden müssen, wurde der berüchtigte Schwarze Markt organisiert, wurden hochwertige Güter, wie zum Beispiel Wein, zu astronomischen Tarifen verfrachtet, wurden 35 000—40 000 Frs. pro Tonne (anstatt 800—1000 Frs. im regulären Verkehr) vereinnahmt. Nicht selten mussten diese Transporteure ihren Treibstoff und ihre Pneus zu Schwarzhandelspreisen kaufen. Für einen schweren Lastwagenreifen wurden in den letzten Monaten in Frankreich zwischen 25 000 und 90 000 Frs. bezahlt! Wenn man bedenkt, dass allein die 12 000 Lastwagen, die in Paris offiziell zum Verkehr zugelassen sind, in normalen Zeiten jährlich 120 000 Pneus verfuhren, so kann man sich nicht nur einen Begriff ...