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... Selbst der Vierzylindermo tor im VW Golf ist länger. Dabei verfolgten die VW- Ingenieure eine Idee, die eben so verlockend wie naheliegend erscheint: Man nehme zwei VR6-Motoren und vermähle sie V-förmig zu einem Zwölfzylin der. Die resultierende Doppel V-Anordnung der Zylinderrei hen beschreibt sodann ein W, was endlich auch die Modellbe zeichnung des Studienobjekts erklärt: W12. Aus der Besonderheit, daß sich die zwölf Zylinder hier auf vier Reihen à drei Zylinder statt wie üblich auf zwei Reihen à sechs Zylinder verteilen, folgt logischerweise auch der Vorteil der Kürze. Der W12 ist nicht länger als ein VR6, dessen Zy linderreihen sich bekanntlich leicht versetzt gegenüberste hen. Das macht ihn kürzer als einen Vierzylindermotor, aber etwas länger als einen Dreizy linder oder einen konventionell ausgelegtcn V6. Aber auch im Gewicht stellen sich Vorteile ein: Das Zwölfzylinderaggregat wiegt weniger als der konzerneigene V8-Motor im Audi A8. Bei der Bündelung zweier VR6-Motoren kommt be sonders der schmale Zylin derwinkel der Einzelag gregate gelegen. Wo her kömmliche V6-Motoren mit 90 oder 60 Grad aufwarten, begnügt sich der VW-Sechszylindcr mit 15 Grad, was zur Seite hin Platz spart. Nur so gelingt es, einen W12-Motor zu komponieren, der in der Breite nicht aus dem Rah men fallt. Den dritten V-Winkel, näm lich jenen ...