Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... hat ^äie englische Dunlopgesellschaft eine Filiale errichtet. Frankreich importierte 1938 80 000 t und 1939 65 000 t ostindischen Naturgummi. Die Michelinwerke verbrauchten für sich allein jährlich ca. 20 000 t Rohkautschuk, Dunlop beanspruchte ca. 8000 t und Bergougnan ca. 2000 t; die anderen französischen Pneufabriken, unter denen vor allem die «Etablissements Hutchinson et Cie» und die französische Filiale der Goodrichwerke, beide im Pariser Bezirk gelegen, genannt werden dürfen, konsumierten zusammen i^ind 10 000 t Plantagenkautschuk, so dass also im ganzen etwa 50 % der gesamtfranzösischen Rohgummiimporte zur Belieferung der französischen und ausländischen Automobilindustrie mit Reifen dienten. Die Pneufabrikation von Clermont-Ferrand und deren Nebenbetriebe beschäftigten im letzten Friedensjahr über 12 000 Arbeiter und Angestellte. Hier wurde wirkliche Qualitätsarbeit geleistet, und der Ruf französischer Workmannsarbeit drang auf den Rädern von Millionen grosser und kleiner Automobile und Fahrräder in alle Welt. Seit dem Waffenstillstand ging die französische Pneufabrikation infolge schärfster Rationierung und Reglementierung des Automobilverkehrs und rigoroser Verwendungsverbote für industriellen Kautschuk von Monat zu Monat zurück. Der Schwund des Rohkautschukimports zwang zu scharfen Betriebseinschränkungen und Arbeiterentlassungen. 1940 konnte, ...