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... zu großer Sparsamkeit würde eine Kürzung der Mittel im näch sten Jahr drohen. „Da wird dann einfach irgendwo die Straße aufgerissen, egal, ob das sinnvoll ist oder nicht“, kritisiert der Bund der Steu erzahler die hektischen Herbst-Aktivitäten. Oswald Metzger, Ge schäftsführer der kommu nalpolitischen Vereinigung der Grünen in Baden-Würt temberg, hat oft erlebt, wie der Bock zum Gärtner wur de: „Jetzt werden noch Maßnahmen in Angriff ge nommen, von denen klar ist, daß sie vor Winterein bruch nicht fertig werden.“ Ist der Winter da, geht es, wenn überhaupt, nur noch schleppend vorwärts. Die Folge sind monate lange, oft gefährliche Bau stellen zu einer Zeit, wo Schneematsch und Glatteis den Verkehr ohnehin be hindern. Metzger wartet nur darauf, bis es in seinem Heimatort Bad Schussen ried schneit und die ersten Autofahrer dann gegen eine halbfertige, unter Schnee verborgene Mittelinsel am Ortseingang knallen. Und auch Paul Wolff vom Hauptverband der Deut schen Bauindustrie ist über die jahreszeitliche Vertei lung der Baustellen nicht glücklich. Im Frühjahr lie gen bei den Bauunterneh men Kapazitäten brach, weil die Kommunen ihre Haushalte häufig erst im März verabschieden. „Da für müssen im Herbst Vor haben mit Gewalt abgewikkelt werden und unsere Leute Überstunden schie ben“, ärgert er sich. In Düsseldorf konzen trieren ...