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... Blasenleidens stammt. Auch wenn die Begründung der bayrischen Aktion lautet: man, d. h. der „furor“, hat festgestellt, daß die Leute, die des sonntags ihr Auto oder ihr Motorrad oder gar ihr Mofa benutzen, meist eine ganze Stange Geld ausgeben. Zum Beispiel in Gaststätten, wo auf dem Bier eine hohe Steuer liegt, oder in Hotels, die ihrerseits Steuer bezahlen, oder gar in Kinos und Theater, die bekanntlich alle nahezu steuerfrei sind! Das ist natürlich verwerflich und es ist einleuchtend, daß ein Mensch, der die ganze Woche hindurch schwer gearbeitet hat, am Sonntag gefälligst zu Hause bleiben soll und Wagen oder Motorrad in der Garage zu lassen hat. Oder blechen muß. Mir scheint, die Möglichkeiten sind mit der neuen Sonntagsfahr-Besteuerung noch keineswegs erschöpft. Sicher hat man in München über sehen, daß es noch mehr menschliche Vergnügungen gibt, die zur Steuer leistung herangezogen werden könnten. Zum Beispiel . . . aber lassen wir das. Es könnte Anstoß erregen oder wirklich dazu führen, daß das bay rische Verkehrsministerium in Zukunft jede Form von Verkehr zu be steuern versucht! Nein, der Gedanke ist ausgezeichnet. Hunderttausend Sonntagsbeamte ließen sich einstellen, um die Sonntagsfahrer auf ihre Sonntagsfahrgenehmigung zu kontrollieren. Hunderttausend Sonntagsfahrgenehmigungsbeamte wären vollauf damit beschäftigt, Sonntagsfahrgenehmigungen ...