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... Buch verrät wenig von weisen Reflexionen etwa aus dem abgeklärten Blickwin kel des Alters. Es profiliert sich auch nicht als das Produkt einer Feder aus höherer Warte. Es ist ein Schwarzbuch, das diejeni gen noch einmal kräftig vors Schienbein treten soll, die sei ner Meinung nach daran schuld sind, daß ihm, Reuter, nach sei nem Abgang bei Daimler-Benz * „Schein und Wirklichkeit“, Siedler-Verlag, 54,90 Mark V mit einem Rekordminus von 5,7 Milliarden Mark das Zei chen „größter Kapitalvemichter der deutschen Geschichte“ aufgebrannt wurde. Reuter sieht seine Rolle na turgemäß ein bißchen anders. Pathetisch zunächst: O kleiner Mensch, so weit droben auf dem Gipfel der Wirtschafts macht, wie kannst du da aus dieser kalten Höhe eigentlich noch den Kontakt zur Basis hal ten? Dann als schwer dichten der Landschaftspoet, der sich dort am wohlsten fühlt, wo „das Blau des Himmels ... mit dem Grün der Matten und dem Weiß des Schnees uns Menschen im mer neu auf unsere Grenzen zurückwirft“. Schließlich ein wenig weinerlich: Der Vor standschef einer AG könne in Deutschland ja außer Sitzungs leiten und dem Vertreten des Unternehmens nach außen kei ne einzige, winzige Entschei dung alleine treffen. Schuld an seinem Defizit: mithin alle Vor standskollegen. Und wer übri gens glaubt, der Wert eines Un ternehmens berechne sich nur aus dem ...