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... jedesmal wie eine kleine Weltreise vor. Mit 16 Jahren noch auf das Fahr rad angewiesen zu sein und auch nicht die geringste Aus sicht auf ein Auto zu haben, sei doch sehr deprimierend. Als die Diskussion immer heftiger wurde, rettete mein Vater den Hausfrieden ge schickt, indem er mir seinen alten Käfer versprach. Wenn er in zwei Jahren noch liefe, wäre er mein Eigentum. Sein mattes Hellblau war an vielen Stellen schon vom Rost zernagt, ich öffnete die Fahrertür. Noch nie war mir aufgefallen, mit welch lau tem Quietschen dieser Akt verbunden war. Ich ließ mich auf den Fah rersitz fallen, was die harten Federkerne direkt mit einem schmerzhaften Angriff auf meine Gesäßmuskulatur quittierten. Radio gab es keins, und der Innenraumspiegel hatte die unangenehme Angewohn heit, gleichmäßig im Takt des Motors zu rotieren. Ach, übrigens Motor. Dieser war doch erst vor rund 30 000 Kilometern ausge tauscht worden. Er würde die zwei Jahre mühelos überstehen. Na also. Die nächsten Tage verbrach te ich damit, die Roststel len auszubessern, die Tür angeln zu ölen, das Schloß an der Motorhaube nachzu stellen und den Wagen über haupt einmal gründlich zu waschen. Ich komme mir mittlerweile wie eine Krankenschwester vor, die verzweifelt versucht, einen Patienten am Leben zu erhalten. Der Startspray im Winter wird zum anre genden ...