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... es gab eindeutig eine Konstruktionsschwäche.« Trotz allem hätte Facel Vega länger überleben können, hätte Daninos die Automarke nur als Nebenkriegsschauplatz seines ansonsten profitablen Firmenkonglomerates weiterlaufen lassen. Leider entschied er sich 1959, den kleinen und billigeren sowie mit einem französischen 1,6-Liter-DOHC-Motor von Pont-à-Mousson angetriebenen Facellia zu bringen. Damit wilderte er im Segment seines langjährigen Geschäftspartners Simca, der daraufhin im gro- ßen Stil Aufträge stornierte. Als dann noch infolge massenhafter Kolbenschäden gigantische Garantieansprüche aufliefen, kam Facel Vega in schwerste Turbulenzen. Daninos versuchte noch mit Volvo-Motoren und seinem wohl besten Wagen, dem großen Facel II, gegenzusteuern, aber 1964 meldete er Konkurs an. Doch Daninos war das ewige Stehaufmännchen. Als Berater großer Hersteller erfreute er sich noch einer langen und produktiven Karriere. Man sagt, dass er seinen 80. Geburtstag mit zwei Geliebten in deren 40ern gefeiert habe, dazu schrieb er mehrere Bücher über sein schillerndes Leben. Er starb 2001 mit 94 Jahren in Cannes. Mit seinem Timing mag Jean Daninos manchmal danebengelegen haben, und mehr als einmal dominierte sein Herz über den Verstand. Den leichtesten Weg zum Ziel hat er jedenfalls niemals gewählt. Der Gründer von Facel Vega wollte das goldene ...