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... Zwischenergebnis ist bundes weit publiziert: Auf den 1506,6 km langen Tempo 130-Strecken wurden 1200 Unfälle gezählt, auf den 1413,3 km langen Richtgeschwindigkeits-Strecken 1223 — 1,9 Prozent mehr. Die Frage, ob wir denn noch die Höchstgeschwindigkeit nötig haben, kann schon heute mit „Nein“ beantwortet werden. Aber freuen wir uns nicht zu früh. Ob 130 kommt oder uns erspart bleibt, ist nach wie vor ungewiß. Ganz gewiß aber gehen die Versuche weiter, uns Autofahrer mit geradezu missionarischem Eifer zu bessern. Sie haben richtig gehört: Man fordert neuerdings Tempo 30 in bestimmten Straßen, Nord rhein-Westfalens Verkehrsminister Riemer will sogar Bremsschwellen quer in die Straßen legen, um den innerstädtischen Verkehr zu bremsen; zuletzt sahen wir solchen Unfug in Mexiko. Und weiter: Bonns Forschungsministerium empfiehlt uns in einer 250 000-Mark- Studie, wir sollten sparbewußter werden und statt 100 Kilometer am Wochenende nur 90 fahren - was aber, wenn die Oma 100 Kilometer entfernt wohnt? Soll man die 10 Kilometer laufen? Ein Bund gegen Alkohol im Straßenverkehr verlangt die Herabsetzung der Promille-Grenze von 0,8 auf 0,6. Aber das alles ist noch harmlos gegen das, was aus der Schweiz, wo dieser Tage Tempo 130 eingeführt wurde, auf uns zukommen kann. Da fordert eine „Burgdorfer Initiative autofreie Sonntage“ in Zeitungsanzeigen bei Lesern (und ...