Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... den Unsinn des gegenseitigen Hochschaukeins von Retorsionsund Gegenretorsionsmassnahmen eingesehen haben und sich nun gegenseitig eine Verschnaufpause gönnen. Der Bundesrat ist deshalb bereit, auf das für den 20. August angekündigte Ultimatum zu verzichten, sofern die italienischen Behörden willens sind, den Schweizer Lastwagenfahrern genügend Bewilligungen im Dreiländerverkehr (das heisst beim Transport von Gutem aus einem Drittland nach Italien, da in dieser Richtung die Verkehrsströme ungleich bedeutender sind als umgekehrt) bis zum 15. Oktober zu erteilen. Das sieht auf den ersten Blick zwar recht vorteilhaft für die Schweiz aus, doch bei nä- herem Zusehen erkennt man gleich den Pferdefuss, den eine derartige Regelung beinhaltet. Denn was passiert, wenn schon Mitte September das Kontingent erreicht ist? Wird dann nicht alles vom Goodwill der Italiener abhängen, oder treibt man dann nicht die Schweizer Camionneure ins Abseits, die auf illegale Art und Weise ihre Zollpapiere umschreiben müssen, um den Transport weiterhin durchfuhren zu können? Bestimmt besser wäre es deshalb gewesen, der Bundesrat hätte entweder auf der Inkraftsetzung seiner angedrohten Retorsionsmassnahmen am 20. August beharrt oder er hätte von der italienischen Regierung die volle Liberalisierung im Dreiländerverkehr verlangt. Die jetzt getroffene Lösung weist ...