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... Erachtens einen Aspekt, der in Ihrem Artikel zu wenig Be achtung fand, nicht auslassen. Es ist dies der extrem ausge prägte horror multitudinis, die Angst und Scheu vor der gro ßen Zahl, von der Wolfgang v. Trips wesentlich geprägt war. Wenn man, wie ich, das Ge schlecht derer Berghe v. Trips nicht vom Rennsport her kennt, so erscheinen mir aus der Rückschau die Rennbeses senheit und sportlichen Am bitionen des Wolf gang v. Trips auch als ein Versuch, sich her auszustellen, sich wegzustellen von der breiten Masse. Dies natürlich nicht so weit wie et wa der Fürst v. Sauerau auf Hochgobernitz in Thomas Bernhards „Verstörung“. Es mag merkwürdig anmuten, wenn ein Mann wie Trips, mit diesem Namen im Rücken, zur Erhebung über die große Zahl, zur radikalen Ausprä gung des Principium Individuationis, Rennen fahren muß, sollte man doch meinen, daß aUeine durch seine Stel lung und gesellschaftliche Po- Trips sition solches garantiert wäre. Ich glaube aber sagen zu kön nen, daß ein derartiger Indi vidualisierungs-Schrei, damals noch singulär und manifest im Rennen-Fahren, bei zuneh mender Vermassung und Gleichschaltung — in vieüeicht anderen Formen — Beste hensmöglichkeit für viele an dere außerhalb der Horde sein mußte. Man muß, so meine ich, auch solche Aspekte des gesuchten Abstandes zur breiten Masse, in der Person des Grafen Trips ...