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... wollte auch im Markt der Kleinwagen mitmischen. Die Vespa 400, ein gefälliger Zweisitzer, wurde 1957 vorgestellt. 30 000 Stück dieses Kleinstwagens wurden bis 1961 im französischen Zweigwerk gebaut, da man aufgrund einer familieninternen Absprache nicht Fiat konkurrenzieren wollte. Ab 1947 wurde ein Dreirad mit 125-ccm-Motor gebaut, die als Ape (Biene) berühmt wurde. In jedem italienischen Städtchen war frühmorgens ihr knatternder Ton zu hören, auf jedem Mercato leistete die Ape unermüdliche Arbeit – ein wahres Maultier im Dienste der Nation. Die Ape wird noch heute gebaut. Der Rollerboom erreichte 1960 seinen Höhepunkt. Dann fl aute er ab, ab 1955 begannen preiswerte Kleinwagen dem Zweirad Konkurrenz zu machen. Das Motorrad überlebte nur noch in einer Nische, der Roller galt fortan als Fahrzeug der armen Leute, die sich noch kein Auto leisten konnten. Das stimmte auch, aber nicht immer. Erst ab 1980, als sich die Verknappung der Parkplätze in den Städten bemerkbar machte, begannen die Leute, wieder auf Roller umzusteigen. Die japanische Konkurrenz, die niemals geschlafen hatte, präsentierte den Roller Beluga (Yamaha) und Spacy (Honda), beide hatten futuristische Carrosserien und bequem viel Platz zu bieten, dazu Viertaktmotoren und Elektrostarter. Das Geschäft zog wieder an, auch Piaggio partizipierte am neuen Rollerboom. Ab 1996 wurden ...