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... Zwischengas, um die Gänge zu wechseln. Für kräftige Muskeln Seidenweich tönt der Motor. Majestä tisch gleitet der Rolls über die Land strasse. Die schmale Diagonalbereifung ist bei normalen Geschwindigkeiten und trockener Strasse kein Nachteil, die Bodenhaftung ist gut. Das Lenkrad ge hört allerdings in kräftige Arme. Der Rolls wiegt immerhin gute zwei Tonnen — eine Servohilfe gibt es allenfalls in den Oberarmen des Chauffeurs. Die di rekte Auslegung des Lenkgetriebes er fordert die volle Aufmerksamkeit des Fahrers, denn es müssen ständig Kor rekturbewegungen ausgeführt werden. Die rund 100 Pferdestärken aus dem 7,4-Liter-Reihen-Sechszylinder sorgen für genügend Vortrieb. Wenn das Fah ren auf die Spitze getrieben würde, könnte gar ein Bussenzettel auf der Au tobahn eingefangen werden: Der Rolls- Royce erreicht eine Höchstgeschwindig keit von 135 km/h — eine stolze Lei stung für ein Auto mit Jahrgang 1920. Dies bleibt aber ein akademischer Wert, denn derTourer, wie der Karosserieauf bau mit dem Fachausdruck heisst, sollte innert nützlicher Frist verzögert werden können. Doch gerade das Bremsen ist alles ande re als ein kinderleichtes Spiel: Es wer- 22 Oben:LautHandbuchsollte dercharakteristischeKühler alle 1000Meilen mit frischem, «weichem» Wasser betankt werden. Oben rechts: 1920 waren nur dieHinterrädermitBremsen versehen. Deren Trommeln zeigen denn auch enormeAusmasse. ...