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... denken wird. Aus statistischem Zahlenmaterial läßt sich nicht eine individuelle Per son berechnen, aber der Typ des Durchschnittsverunglückten läßt sich feststellen. So ist anzunehmen, daß der durchschnittliche Verunglückte ein jun ger Mann von etwa 21 Jahren ist. Wenn er in diesem Jahr plötzlich dem Autotod zum Opfer fällt, so bedeutet das, daß er 47 Jahre seines Lebens verliert, die er nach der Durchschnittsberechnung ohne diesen Unfall noch zu leben hätte. Er stammt vermutlich aus einer kleinen Stadt, ist noch nicht ver heiratet, ist noch nicht zum Militär eingezogen, wenn auch militärpflich tig. Er hat niemals mit der Polizei etwas zu tun gehabt, außer viel leicht ein Parkvergehen oder das Überfahren eines roten Signallichtes. Er fährt Auto, seit er 16 Jahre alt ist, in der Tat ist er ein guter Fahrer. Er trinkt nicht, raucht wie alle jungen Leute. Er verdient ganz gewiß nicht, durchs Autofahren hingerichtet zu werden. Aber von Verdienst und Gerechtigkeit ist hier keine Rede, nur von unerbittlicher Notwendigkeit. Wer die nüchternen Zahlen der Verkehrsstatistik mit Verständnis liest, der ist immer erschüttert über zwei Dinge: 1. daß wir Voraussagen können, wie viele Menschen in den nächsten 24 Stunden den Autotod finden werden, und 2. daß wir nichts dagegen unternehmen können. Jedes Jahr hören wir mit Schrecken und Verwirrung die Ankün digung der ...